Depression, Burnout, Überforderung

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Eine Patientin berichtet:

Mein Wecker klingelt. Ich habe sowieso die halbe Nacht wach gelegen und gegrübelt. Worüber kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Mein Leben ist halt insgesamt nicht wirklich lebenswert. Ich fühle mich leer, wertlos, ausgebrannt. An ein Aufstehen ist kaum zu denken.

Mein Mann versteht es nicht. Schließlich haben wir alles was wir brauchen, zwei Kinder, Freunde, Jobs. Und genau da soll ich jetzt hin. Ich kann nicht. Ich kann einfach nicht. Es fällt mir so schwer aufzustehen, mit dem Gedanken, den ganzen Tag noch vor mir zu haben. Irgendwann raffe ich mich dann doch auf. Das duschen fällt aus, Frühstück auch. Ich habe sowieso kaum noch Appetit.

Depression

Meine Kollegen merken nichts. Ich fake gute Laune und die Flüchtigkeitsfehler aufgrund meiner Grübeleien kann ich meist selbst noch rechtzeitig korrigieren.

Nachmittags müsste ich mich um den Haushalt und die Kinder kümmern, aber mir fehlt die Energie. Ein unüberwindbarer Berg Wäsche, die Post stapelt sich. Es fühlt sich an als hätte jemand den Stecker gezogen. Meine  Freundin sagt, ich wäre einfach faul und müsste mich halt einfach mehr motivieren.

Die Geburtstagseinladung der Schwiegermutter am Abend sage ich kurzfristig ab und schiebe Kopfschmerzen vor. Das tut mir echt leid, dass ich sie anlügen muss. Mein Mann ist sauer.

Ich ziehe mich vor den Fernseher zurück, bekomme aber kaum etwas mit. Irgendwann gehe ich schlafen und mache mir erneut Gedanken, wie ich den nächsten Tag schaffen soll. Ich wünschte das alles würde irgendwie aufhören…

Depression

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Dieser Bericht zeigt sehr deutlich die Problematik einer Depression. Tiefste Traurigkeit, Antriebslosigkeit, ein Gefühl der inneren Leere, man hat kaum noch Freude an irgend etwas, die Arbeit wächst einem zunehmend über den Kopf, man sieht keinen Sinn mehr.

Oft kommen hier noch Schlafstörungen, Appetit- und Libidoverlust, Zukunftsängste oder Schuldgefühle hinzu. Der Selbstwert ist im Keller und in späteren Stadien kommen zunehmend Suizidgedanken auf. Auch drohen Jobverlust und Verwahrlosung.

Eine Depression ist keine Einbildung oder Faulheit. Sie ist eine sehr ernst zu nehmende Krankheit, die verschiedene Ursachen und Ausprägungen haben kann. Im Gegensatz zu einer einfachen Traurigkeit kann sich bei einer reinen Depression kein erkennbarer Auslöser finden. Sie kommt oft ohne Vorwarnung und kann Menschen jeden Alters und Geschlechts treffen. Bei Kindern und Jugendlichen wird sie oft übersehen oder falsch interpretiert, da sich hier die Symptome noch etwas unterscheiden (z.B. mit aggressivem Verhalten, Rückzug, Abfall in der Schule, Drogen).

Bei Männern ist dieses Thema oft sehr schambesetzt. Hier kann ich Sie nur ermutigen, sich beraten zu lassen. Ca. 35% aller Depressiven sind Männern, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich noch höher liegt.

Neurobiologische Erkenntnisse zeigen, dass eine Depression oft durch Stoffwechselstörungen im Gehirn verursacht werden kann. Auch eine genetische Vererbung kann ursächlich sein. Kommen jetzt eventuell noch belastende Erfahrungen aus Ihrer Vergangenheit hinzu, kann sie sich leicht manifestieren.

Damit ist die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen und – sie ist gut behandelbar!

Wenn Sie sich hier wiederfinden können und Ihre Symptome schon länger als zwei Wochen bestehen, dann lassen Sie uns abklären, ob es sich um eine Depression oder eine andere Krankheit mit einer depressiven Verstimmung handelt. Hierzu biete ich ein kostenloses Beratungsgespräch an.

Oft kann man sich kaum noch vorstellen, jemals wieder aus diesem dunklen Loch herauszukommen. Aber die Vielzahl der von Depression geheilten zeigt, dass sehr gute Chancen auf zumindest eine deutliche Besserung bestehen. Ein Versuch ist es wert!

Burnout

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Aber was ist denn dann ein Burn Out? Hier ist man doch auch ausgebrannt und kann nicht mehr. Wo ist der Unterschied? Bekommen Männer einen Burn Out und Frauen Depressionen?

Eine berechtigte Frage. In der Tat sind die beiden Krankheiten sehr ähnlich und es wird immer wieder diskutiert, ob es tatsächlich unterschiedliche Krankheiten sind oder ob der Burn Out nicht eine Ausprägung der Depression ist. Sie den Geschlechtern zuordnen kann man allerdings nicht. Die Frage ist eher, woher kommen die Symptome?

Aktuell wird der Burn Out offiziell noch als „Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ bezeichnet. Eine sehr sperrige Bezeichnung dafür, dass jemand im Beruf oder seiner Tagestätigkeit (z.B. auch als Mutter und Hausfrau) dauerhaft chronisch gestresst ist, dies noch nicht erfolgreich bewältigt hat und deshalb zunehmend depressionsartige Symptome ausbildet.

Dies zeigt sich z.B. darin, dass man nicht mehr von der Arbeit abschalten kann und auch in der Freizeit ständig mit den Gedanken bei der Arbeit ist. Nachts schreckt man auf, weil einem noch unerledigtes eingefallen ist oder kann erst gar nicht einschlafen. Man wird zunehmend gereizter und auch auf der Arbeit sinkt irgendwann die Leistungsfähigkeit. Gerade das, was man eigentlich nicht gebrauchen kann!

Ob körperlich oder geistig – Arbeit ist anstrengend. Der Körper verbraucht viel Energie und muss sich rein physiologisch irgendwann wieder davon erholen und neue Kraft tanken. Kann er dies nicht, führt das zu Daueranspannung und irgendwann zur völligen Erschöpfung.

Als erste Hilfe können Sie schon einmal folgendes tun:

  • Machen Sie sich den Feierabend bewusst. Schreiben Sie z.B. gegen Ende der Arbeitszeit noch einmal alle Dinge auf, die noch erledigt werden müssen, was noch zu bedenken ist etc. Oft findet man nur keine Ruhe, weil man Angst hat, etwas zu vergessen. Gehen Sie dann bewusst nach Hause: Ihre Arbeit für heute ist erledigt!
  • Sorge für einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag. Wann denken Sie weniger an die Arbeit? Beim Sport? Wenn Sie sich mit Freunden verabreden? Suchen Sie sich etwas aus, dass Ihnen Freude bereitet und sie den Stress vergessen lässt.
  • Gedankenstopp: Sagen Sie sich ganz bewusst „STOP!“, wenn Sie merken, dass Ihre Gedanken wieder bei der Arbeit sind. Dies braucht etwas Übung, klappt aber nach ein paar Tagen immer besser.

Wenn diese ersten Tipps allein nicht weiterhelfen sollten, buchen Sie gerne einen Beratungstermin bei mir, in dem wir weiterführende Maßnahmen unverbindlich besprechen können.

Überforderung

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Und was ist, wenn ich generell einfach zeitlich überfordert bin? Das ist doch keine Krankheit, oder doch?

Nein, ist es tatsächlich nicht. Das heisst aber nicht, dass Dauerstress nicht genauso belastend sein kann. Die tägliche Belastung erhöht den Cortisolspiegel, der wiederum das Immunsystem schwächt, Diabetes begünstigt und den Weg für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall ebnen kann.

Lassen Sie uns gemeinsam etwas dagegen tun:

Wir werden uns Ihr Leben und den Zeitplan genau ansehen und können Ihnen hier eventuell schon etwas den Zeitdruck nehmen. Was ist wirklich wichtig? Bekomme ich irgendwo Unterstützung? Wo bleibt Zeit für mich?

Weiterhin können wir aktiv etwas zur Entspannung beitragen. Ob Entspannungshypnose, Bilderreise, Achtsamkeitstraining, ein ruhiges Gespräch oder autogenes Training: Wir werden etwas passendes für Sie finden.

Auf Wunsch können wir auch gerne einmal genauer auf Ihre Glaubenssätze schauen: Warum bin ich der Meinung alles perfekt machen zu müssen? Wer hat mir das beigebracht? Wie kam es dazu?

Sie sehen, Stress zu reduzieren kann auf ganz vielfältige Weise geschehen. Nehmen Sie sich einfach einmal die Zeit für sich selbst und buchen Sie Ihre erste entspannte Stunde bei mir, in der es einmal nur um Sie geht.

Link zu: Terminvereinbarung

Eine Veränderung beginnt immer mit dem ersten Schritt

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Am besten können wir in Ruhe über Ihr Problem besprechen, wenn ich Sie bei einem ersten vertraulichen Gespräch persönlich kennenlerne. Hier haben wir genügend Zeit, um Ihre Wünsche und Ziele sowie die für Sie beste Herangehensweise zu besprechen.

Um sich einem anderen anzuvertrauen braucht es auch immer etwas Mut. Daher biete ich Ihnen zuerst einen kostenlosen und für Sie völlig unverbindlichen Kennenlerntermin an. Denn ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben zu schauen, ob die Chemie zwischen uns stimmt, Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können und sich erst einmal zu einer möglichen Psychotherapie beraten zu lassen.

Wenn Ihnen noch etwas unklar sein sollte, kontaktieren Sie mich gerne per Whatsapp unter 0151-577 40 186 oder über das Kontaktformular. In dringenden Fällen können Sie mich gerne auch anrufen. Wenn ich im Gespräch sein sollte, rufe ich Sie schnellstmöglich zurück.