Essstörungen

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Bei den Essstörungen unterscheidet man vier Varianten: Essattacken mit bzw. ohne anschließendem Erbrechen, die Magersucht sowie ein zwanghaft gesundes Essverhalten.

Im Gegensatz z.B. zu reinem Übergewicht haben alle Untergruppen die Gemeinsamkeit, dass sie sich überdurchschnittlich oft mit dem Essen beschäftigen und erleben das Essen selbst als gefühlter oder realer Kontrollverlust. Das Essverhalten ist bei allen deutlich gestört und die Vorstellung, wie der persönliche Körper aussehen sollte ist verzerrt.

Anorexie

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Von der Anorexie sind meist junge Frauen betroffen und es ist wohl die schwerste und potenziell tödlichste Essstörung mit einer Letalität von ca. 10%. Die Betroffenen haben einen extremen Ekel vor dem Essen, unterziehen sich einer unerbittlichen Eigenkontrolle und schaffen es trotz Hunger nicht Nahrungsmittel in ausreichender Menge zu sich zu nehmen. Dies führt in schweren Fällen so weit, dass sie zwangsernährt werden müssen. Auch hier gibt es den Untertypus des herbeigeführten Kalorienverlusts durch Sport, Medikamentenmissbrauch etc.

Die fehlende Energiezufuhr führt zu Kraftlosigkeit, Ausbleiben der Regel, Herzrhythmusstörungen, Elektrolytentgleisungen, Blutbildstörungen und letztendlich Organversagen.

Hier ist eine rechtzeitige Hilfe überlebenswichtig. Da die Anorexie eine sehr schwere Erkrankung ist, kann ich diese nur ab einem BMI von >15 übernehmen. Darunter sollte ein stationärer Krankenhausaufenthalt in Betracht gezogen werden. Bitte sprechen Sie hierzu zeitnah mit Ihrem Hausarzt.

Bei einer Therapie achte ich auf einen liebevollen, wertschätzenden und ehrlichen Umgang und ermutige den Klienten wieder mehr Kontrolle über sein gesamtes Leben zurückzuerlangen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Hausarzt ist gewünscht.

Bulimie

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Die Bulimie ist der BED sehr ähnlich. Im Unterschied zur BED werden hier allerdings nach einer Essattacke Gegenmaßnahmen ergriffen. Diese beinhalten nicht nur das Erbrechen sondern auch Maßnahmen wie Missbrauch von Medikamenten, übermäßigem Sport oder extrem restriktives Essen über Tage hinweg.

Die Bulimie ist eine sehr versteckte Krankheit. Die Betroffenen können sie sehr gut verbergen und ihr Körper sieht oft sportlich und attraktiv aus.

Im Gegensatz dazu ist die Scham hier noch höher. Denn bei der BED verrät das Übergewicht die Störung, bei der Bulimie nicht. Aber auch hier sind große körperliche Veränderungen zu bemerken. Insbesondere sind hier Entzündungen der Speiseröhre, Zahnschäden und ein Nährstoffmangel mit Elektrolytentgleisungen zu verzeichnen.

Binge Eating

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Binge Eating bedeutet mehrmals die Woche Essanfälle zu haben, bei denen relativ wahllos und in kurzer Zeit sehr viele und hochkalorische Lebensmittel zu sich genommen werden. Meist wird der Kontrollverlust direkt im Anschluss sehr bereut. Die Scham ist groß und es wird versucht, die Krankheit zu verheimlichen, indem heimlich gegessen und oft auch mehrmals und in unterschiedlichen Geschäften eingekauft wird.

Im Laufe der Zeit werden die Betroffenen immer dicker, bis es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen kommen kann wie Herzerkrankungen, Diabetes, Skelettdegenerationen, Fettleber, nächtliche Atemaussetzer sowie Impotenz bei Männern bzw. Unterleibskomplikationen und Sterilität bei Frauen um nur einige zu nennen.

Therapeutisch wird zunächst an einer Verringerung der Essanfälle gearbeitet und erst im nächsten Schritt an der Reduktion des Gewichts.

Da ich selbst an der BED erkrankt war, ich über 30 Jahre nach einer für mich funktionierenden Therapieform gesucht habe und zu meinen besten Zeiten 60 kg mehr wog als heute, weiß ich wie es sich anfühlt, immer wieder das Gefühl zu haben zu versagen und letztendlich nur noch mehr Gewicht drauf zu packen.

Ich weiß aber auch, wie frei es sich anfühlt, nicht mehr unter Essanfällen leiden zu müssen, wieder am Leben teilnehmen zu können und bin froh, die Gefühle und Emotionen nun annehmen und aushalten zu können ohne sie mit Essen regulieren zu müssen.

Es ist nicht einfach, eine passende Therapeutin zu finden und ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass gerade in diesem Bereich eine vertrauensvolle, auf Augenhöhe stattfindende Therapie für den Erfolg essentiell ist.

Daher möchte ich Sie vor Beginn Ihrer Therapie gerne kennenlernen, mit Ihnen gemeinsam Ihre Erfahrungen besprechen und den für Sie ganz persönlich richtigen Weg abseits von Schuldgefühlen und Zwang hin zu einem freien und glücklichen Leben finden.

Orthorexie

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Die Orthorexie ist die jüngste unter den Essstörungen und hat den offiziellen Einzug in das Krankheitsverzeichnis des ICD-10 noch nicht gefunden. Unter ihr wird eine zwanghafte Fixierung auf den ausschließlichen Verzehr von gesunden Lebensmitteln verstanden. Was gesunde Lebensmittel sind, definiert der Betroffene selbst. Die Gefahr des unbemerkten Abrutschens in eine einseitige Ernährungsweise ist hoch und birgt hier ähnliche Gefahren wie bei der Bulimie.

Häufig steckt hinter der Orthorexie die Angst, bei ungesunden Lebensmitteln zu erkranken. Im Unterschied zu normal gesund essenden Menschen beschäftigen sich die Betroffenen auch hier gedanklich übermäßig mit dem Essen und schränken aus Angst ihre Lebensqualität immer mehr ein.

Die eigene Ernährungsweise wird als die einzig richtige angesehen und durch die Einhaltung der selbst auferlegten Regeln steigt das Selbstwertgefühl sowie das Gefühl der Reinheit und Kontrolle.

Wenn Sie sich bei einer der vier Unterformen der Essstörung wiedergefunden haben, gehen Sie doch den ersten schritt und buchen einen ersten kostenlosen Beratungstermin, bei dem wir in Ruhe Ihre Vorstellungen und Befürchtungen besprechen können. Die Freiheit wartet auf Sie!

Eine Veränderung beginnt immer mit dem ersten Schritt

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Am besten können wir in Ruhe besprechen, ob bei Ihnen oder Ihrem Kind eine Essstörung vorliegt und wie die beste Herangehensweise ist, wenn ich Sie bzw. Ihr Kind kennenlerne. Daher biete ich einen ersten kostenlosen Kennenlerntermin an. So habe ich die Möglichkeit Sie bzw. Ihre Familie kennenzulernen. Sie können sich völlig unverbindlich beraten lassen und wir klären, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist oder ob es vorher weiterer Abklärung bedarf.